Auch ältere Immobilienkäufer erhalten problemlos einen Immobilienkredit, doch ein aktueller Test des Magazins Finanztest zeigt: die Zinsunterschiede sind größer als bei Standardkrediten für jüngere Kunden – einige Kredite sind dabei bis zu siebenmal teurer.

Für den Vergleich hat Finanztest Angebote von Banken, Kreditvermittlern, Bausparkassen und Versicherungen für einen 59-jährigen Modellkunden gesucht, der eine Eigentumswohnung für 250.000 Euro kauft und mit 66 Jahren in Rente gehen will. Dabei werden die jeweils günstigsten Konditionen für drei Varianten gezeigt: Volltilgung des Darlehens in sieben oder in zehn Jahren, Kredit mit 20 Jahren Zinsbindung und Kredit mit Ratenwechsel-Option.

Nur ein Kreditinstitut hat eine Altersobergrenze für die Kreditvergabe und nur wenige fordern, dass die Erbfolge geregelt ist oder eine Lebensversicherung vorhanden ist. Einige Kredite sind aber bis zu siebenmal teurer als andere, Immobilienkäufer 55+ sollten die Angebote zur Baufinanzierung deshalb besonders genau prüfen und vergleichen.

Die besten Angebote bekommen Kunden für Volltilgerdarlehen (wie auch bei jüngeren Kunden). Einen Kredit mit sieben Jahren Laufzeit gab es schon für 0,33 Prozent. Bei der Kreditvariante mit 20 Jahren Zinsbindung ermittelten die Tester einen Zinsunterschied bis zu 26.000 Euro. Das günstigste Angebot für diesen Modellfall kam von Kreditvermittlern, die ein Darlehen der Axa für 0,93%  eff. anboten. Das teuerste Institut rief für das gleiche Produkt einen Zinssatz von 1,82% eff. auf. Aufgrund der langen Laufzeit wirkt sich der Zinsunterschied besonders deutlich aus. Nach der 20-jährigen Zinsbindung beträgt die Summe der gezahlten Zinsen beim günstigsten Anbieter 30.000 Euro und beim teuersten knapp 56.000 Euro.

Den Test Immobilienkredite 55 plus finden Immobilienkäufer in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/immofinanzierung-55-plus.

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