Nicht wenige Baufinanzierungs-Kunden sind gelinde gesprochen genervt von den Unterlagenwünschen der Banken. Ich kann das durchaus verstehen, sei es aufgrund Datenschutzbedenken oder aufgrund einer generellen Aversion gegen Papierkram. Doch in Zeiten stark steigender Zinsen ist es gerade fahrlässig, Finanzierungen unvollständig zu beantragen. Denn da die günstigeren Banken auch tendenziell mehr Zeit benötigen, um die eingegangenen Finanzierungsanträge abzuarbeiten, können zwischen Antragsdatum und Bearbeitung schon mal je nach Bank 2-6 Wochen liegen. Und übertragen in die bisherige Zinsentwicklung 2022 also durchaus 0,15% bis 0,60%!

Manche Banken werten den Antrag dann als unvollständig und passen den Zins an das aktuelle Zinsnieveau gnadenlos an.

Nicht nur deshalb sollte es spätestens seit diesem Jahr auch im Sinne der Kunden sein, die Unterlagenliste der Bank – sie mag an einzelnen Stellen noch so sinnlos erscheinen – bei Antragstellung 100% vollständig erfüllt zu haben.

Basisunterlagen

  • drei aktuelle Einkommensnachweise + kumulierter Einkommensnachweis des Vorjahres (z.B. Dezemberabrechnung oder Lohnsteuerbescheinigung)
  • Eingenkapitalnachweis: aktuell, inkl. eigenem Namen + Bankname  + Währung
  • Personalausweiskopie
  • Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Fotos
  • aktueller Grundbuchauszug
  • Kaufvertragsentwurf
  • Wohnflächenberechnung
  • Baubeschreibung
  • Lageplan
  • Energieausweis

Je nach Bank, Einkommensart, Vorhaben und Immobilienart können noch zahlreiche weitere Unterlagen hinzukommen.

Beispiele: Kontoauszüge der letzten drei Monate, Nachweis über Altersvorsorge, Renteninformationen, Jahresabschlüsse, Einkommensteuerbescheide und -erklärungen, Teilungserklärung, Nachweise über bestehende Kredite, Unterhaltsnachweise, Nachweis private Krankenversicherung, Darlehensverträge der abzulösenden Darlehen und vieles mehr…

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